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Abbildung 368: Prophet Ezechiel kann im Detail mit zwei Putten-Engeln an seinem Rücken in roter Markierung wahrgenommen werden, wie er eine besondere Einsicht zum Stellenwert der täglich zu vollbringenden Arbeit gewährt, einschließlich der dafür notwendigen Geistes-Vermittlung durch die Schöpfung. Ohne eine gezielte Geistes- bzw. Wissensvermittlung durch die Schöpfung wäre die vom Volk zu erbringende Arbeit wegen der stetig ansteigenden Sündenschuld, der zunehmenden Habgier und dem übersteigerten Wohlstand vermutlich schon längst in die schwarzen Hände von Engel-Satan abgesunken, bei der dann nur noch schwarze und sündenverseuchte Produkte und Dienstleistungen im Geiste Satans entstehen würden.


Verständlich wird diese Deutung über die Geste der rechten Hand von Ezechiel und dem an seiner rechten Schulter ersichtlichen, engelhaften Jüngling, der seinerseits mithilfe einer treffenden Geste zu dem Putten-Engel-Paar auf dem Podest verweist, das als engelhafte Hilfe bei der täglich zu vollbringenden Arbeit verstanden werden kann. Ein weiterer Schlüssel zum Verständnis dieser Episode bietet die Schriftrolle in Ezechiels linker Hand, die ein Zeugnis des Heiligen Geistes darstellt und damit die schöpferisch zu erbringende Arbeit bestätigt, Michelangelo, 1508-1510, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom.


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Vom Stellenwert der schöpferischen Geistes-Vermittlung: Prophet Ezechiel, Michelangelo, 1508-1510, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom


Abbildung 370: Die Cumäische Sibylle in einer Detailansicht der roten Markierung mit weißer Kopfbedeckung und zwei Putten-Engeln an ihrer rechten Schulter. Offensichtlich liest sie etwas vom Buch der Weisheit vor, das wahrscheinlich von der anstehenden Wiedergeburt des Christuskindes berichtet und damit die grundlegende Voraussetzung für sündenreine Arbeit enthüllt. Die besondere Symbolik der gekreuzten Oberarme der beiden Putten-Engel, die in dieser Ansicht ein symbolisches Kreuz am Oberarm formieren, verhelfen sodann auch zur weiteren Erkenntnis des besonders auffällig und muskulös gestalteten linken Oberarms der Cumä, der damit offenbar auf ihre Lebensumstände in Armut, Demut und Bescheidenheit hinweisen soll, entsprechend dem deutschen Wort für „Arm“. In diesem Zusammenhang ist es wegweisend zu verstehen, dass Armut, Demut und Bescheidenheit wichtige Voraussetzungen für die Rekonstruktion der geistigen Wiedergeburt bei einem Menschen darstellen.


Die Cumäische Sibylle galt als die wichtigste Weissagerin der alten Römer und kündigt in ihrer Vorhersehung wohl ein „Goldnes Zeitalter“ für die Welt mit dem ebenfalls vermutlich „armen“ Christuskind an, das wahrscheinlich letzte vor dem Jüngsten Gericht, Michelangelo, 1508-1510, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom.

Weissagung zum „Goldnen Zeitalter“ und die Bedeutung von Armut, Demut

und Bescheidenheit: Cumäische Sibylle, Michelangelo, 1508-1510



Abbildung 366: Deckengemälde „Die Erschaffung Evas“. Links in roter Markierung der schlafende Adam an einem Baum vor steinigem Hintergrund, dessen männliche Seele während des Schlafvorganges ohne Unterstützung durch seine seelenverwandte Eva in die Welt von Satan abgleiten würde. Eva ist dagegen in gelber Markierung hellwach in der Bildmitte zu sehen und kommuniziert besorgt mit Gott. Über die bei Gott überdimensional groß gestaltete und erhobene rechte Hand, die fast bis zum Himmel reicht und sinnbildlich für eine schöpferische Geistes-Vermittlung steht, lässt sich symbolhaft eine zu vollbringende Maßnahme deuten. Dafür dienen offenbar auch die beiden angewinkelten, rechten Beine von Eva und Adam in roter Markierung, die eindrucksvoll das Eros-Phänomen bebildern und eine geistige Übertragung von Gott über Eva an den schlafenden Adam erkennen lassen.


Nachvollziehbar kann mit diesem Fresko außerdem werden, dass es sich bei dieser gezeigten Kommunikation um eine visualisierte, wechselseitige und geistige Verbindung zwischen Eva und Gott während der Nachtruhe des Adam handelt, deren Ziel es vermutlich ist, die von Adam zu vollbringende Arbeit durch schöpferische Geistes-Inhalte zu unterstützen, was über die emporgehobene Hand von Gott interpretiert werden kann. Als Besonderheit der Verbindung lässt sich in diesem Fresko eine wechselseitige Kommunikation in beide Richtungen erkennen, also vom Geist des schlafenden Adam, über Eva an Gott und wieder zurück. Begründung dafür ist vermutlich die neu gewonnene Erkenntnis, dass die seelenverwandte Eva die Gedanken ihres Adams während seiner Nachtruhe erfassen und in der Kommunikation mit Gott eine Problemlösung für ihn erbitten kann.


Eva wird damit zur perfekten Vermittlerin zwischen Gott und ihrem seelenverwandten Mann Adam. Andererseits wird plausibel, dass es sich bei dieser Episode inhaltlich um die Wiederherstellung der geistigen Wiedergeburt von Adam handelt, die bei ihm zur Hervorbringung von längst vergangenem Wissen, einstigen Erfahrungen und Kenntnissen vergangener Leben zur Gestaltung seiner Zukunft führen soll. Klar wird damit auch, dass die Zukunft von Adam in seiner Vergangenheit liegt. Da Gott aber in Wirklichkeit die weibliche Gottesmutter ist, wie Michelangelo mutmaßlich erst kurz vor seinem Tod erkannte, gilt die visualisierte Kommunikation mit der Rekonstruktion der geistigen Wiedergeburt zwischen der Gottesmutter und dem schlafenden Adam bis heute unangefochten in der Welt, Michelangelo, 1508-1510, Sixtinische Kapelle, Vatikan, Rom.


„Erschaffung Evas“: Wechselseitige Geistes-Übertragung mit dem Ziel der geistigen Wiedergeburt von Adam, Michelangelo, 1508-1510

„Erschaffung Evas“: ZEIT für die Rekonstruktion der geistigen Wiedergeburt von Adam

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von Berthold Jerg